Warme oder graue Töne: Wo die Entscheidung beginnt
Fast das gesamte Sortiment verteilt sich auf zwei Farbtemperaturen, und genau dort fällt die Entscheidung. Die Grautöne — von hellem Perlgrau über Rauchgrau bis Anthrazit — kühlen den Raum ab und betonen seine Geometrie: Sie funktionieren dort, wo die Einrichtung geradlinig ist und Metall, Glas oder matt lackierte Oberflächen den Ton angeben. Die Beigetöne wirken zusammen mit Sand und Elfenbein genau umgekehrt: Sie nehmen den Volumen ihre Härte und halten das warme Abendlicht fest. Deshalb tragen sie in großen Räumen besser, in denen ein kühler Untergrund schnell distanziert wirkt.
Die praktische Regel lautet: erst die Ausrichtung prüfen, dann die Farbe. Ein nach Norden ausgerichteter Raum bekommt den ganzen Tag über kühles Licht, und ein grauer Boden verstärkt es, statt es auszugleichen; ein nach Süden ausgerichteter Raum verträgt Grau problemlos und gewinnt sogar an Ausgewogenheit. Wer das vollständige Bild sucht — Gesteinsarten, Rutschhemmungsklassen, Formate je Raum —, findet es im Ratgeber zu Fliesen in Steinoptik.
Sechs Formate, von 30x60 bis 80x160
Die Textur des Steins liest sich unterschiedlich, je nachdem wie viel zusammenhängende Fläche ihr zur Verfügung steht. Bei den großen Formaten — 120x120 und 80x160 — entwickelt sich die Körnung ohne Unterbrechung, und der Boden wird als eine einzige Ebene wahrgenommen: Das kommt einem in großen Stücken verlegten Naturstein am nächsten. 90x90 und 60x120 bleiben ein ausgewogener Mittelweg, mit weniger Verschnitt und einfacherer Verlegung. 60x60 ist in kleinen oder verwinkelten Räumen am besten zu handhaben, wo große Formate zu viele Schnitte erzeugen würden.
30x60 ist das Format für die Wand: An einer Duschwand oder hinter dem Kochfeld hält das kleinere Modul Proportionen, die ein großes Format verlieren würde, und die mineralische Textur funktioniert auch vertikal.
Jedes Format hat einen eigenen Bereich, in dem alle Optiken nebeneinanderstehen: Fliesen 120x120 cm, Fliesen 60x120 und Fliesen 60x60.
Steinoptik im Außenbereich
Diese Auswahl ist für den Innenbereich gedacht. Im Freien entscheidet nicht die Ästhetik, sondern die Rutschhemmung: Eine Oberfläche, die im Wohnzimmer richtig ist, wird auf einer nassen Terrasse zur Gefahr, und dafür braucht es die Klasse R11 — die einzige, die Halt garantiert, wenn Wasser unter den Füßen steht. Dazu kommt die Frostsicherheit, die auf ungeschützten Balkonen und Wegen schon nach wenigen Wintern den Unterschied macht.
Die R11-Ausführungen der Steinoptik, mit den Eigenschaften, die Terrassen, Wege und Poolränder verlangen, sind im Bereich Außenfliesen aus Feinsteinzeug zusammengefasst. Wer eine durchgehende Optik zwischen Wohnbereich und Freifläche sucht, koordiniert die beiden Flächen von dort aus.
Häufige Fragen
In welchen Formaten ist die Steinoptik erhältlich?
In sechs Formaten: 30x60, 60x60, 60x120, 90x90, 120x120 und 80x160. Nicht jeder Farbton deckt die gesamte Bandbreite ab — die größten Formate sind für eine Auswahl an Varianten verfügbar.
Können diese Fliesen auch im Außenbereich verlegt werden?
Nein, diese Auswahl ist für den Innenbereich bestimmt. Für Terrassen, Wege und Poolränder sind die Klasse R11 und die Frostsicherheit erforderlich: Die Ausführungen mit diesen Eigenschaften sind im eigenen Außenbereich-Sortiment zusammengefasst.
Besser ein grauer oder ein beiger Ton?
Das hängt mehr von der Ausrichtung des Raums ab als von der Einrichtung. Bei kühlem Licht oder wenig Tageslicht gleichen Beige- und Sandtöne aus; in sehr hellen oder nach Süden ausgerichteten Räumen bleibt Grau ausgewogen und bringt die Geometrie des Raums zur Geltung.